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Die Spiralschablone mal anders verwendet…

Da mein Trittschallfolien Vorrat zur Neige geht habe ich eine Schablone, die ich sonst für die Spiralen verwende, zum experimentieren benutzt.
Es ist schon erstaunlich, dass man mit der gleichen Schablone sowohl eine Schnecke einen Vogelschädel als auch etwas Unbestimmtes gestalten kann.
Das Neue an diesen Objekten ist, dass ich mit der Schere Öffnungen geschnitten habe.
In den Filz zu schneiden fiel mir zuerst etwas schwer. Es eröffnet aber völlig neue Gestaltungsmöglichkeiten.
Dazu inspiriert hat mich der Kurs von Maria Friese “Von der Fläche zur Skulptur“

Der Eisbär

Eine schlichte Eisbär Grafik, auf einer alten Schachtel, hat mir schon als Kind gefallen und mich zu meinem nadelgefilzten Eisbär inspiriert. 
Die Schachtel ist nur 7 x 5,5 cm groß und mit unzerbrechlichen Nadeln, made in Germany, gefüllt.
Mein kleiner Eisbär ist bis zur Nasenspitze 9 cm lang. 

Ein Singvogel

Für meine nächste Übung im Nadelfilzen, habe ich mir einen Hausrotschwanz ausgesucht, da er nicht zu bunt ist.
Außerdem mag ich diesen kleinen Singvogel gerne. Man sieht ihn bei uns in der Gegend recht häufig. 

Nadelfilz

Die Zeit war reif, um endlich mein hübsches Filznadelset auszuprobieren.
Dazu kam mir die Anleitung für einen Nachtfalter, von Rae Swan, in der Filzfun 3/22, gerade recht.
Alle Nadeln wurden ausprobiert um die unterschiedlichen Eigenschaften zu erspüren. 
Meinen Fantasiefalter kann man auch als Anhänger tragen – aber ob ich mich das traue?
So ganz hat mich das Nadelfilzen noch nicht begeistert, aber ich bleibe dran…

Lillipods

Diese kleinen Hülsen könnten von der fiktiven Insel Lilliput kommen. Dort ist bekanntlich alles ganz klein. Aber Größe ist natürlich immer relativ…
Nach den ersten Überlegungen und Tests stand für mich fest, dass man in den Lillipods etwas verstauen können sollte und natürlich brauchen sie einen Deckel für den Aha-Effekt.
Für die Bänder der Anhänger habe ich Schnüre aus Ziegenleder ausprobiert. Das Leder leidet etwas unter Wasser und Seife, aber nach einer Behandlung mit Lederfett, ist es fast wie neu.
Die Lillipod Reihe wird früher oder später fortgesetzt…

Der Frosch

Bei den Farben des Froschs habe ich zuerst an einen Blue Jeans-Frosch (Oophaga pumilio), ein Pfeilgiftfrosch aus Costa Rica gedacht.
Habe mich dann aber nicht genau an die Naturvorlage gehalten und mir ein bisschen Freiheiten erlaubt.
Diesmal habe ich Kammzug Wolle verwendet und ein Paar 2 cm große Kunststoffaugen.

Dachs Diego

Die ersten Kinder meiner Nichten und Neffen kommen so nach und nach ins Handpuppenalter.
Somit ideale Testpersonen für meine erste Handpuppe: der Dachs.
In Anlehnung an ein nettes Kinderbuch (Der Dachs hat heute schlechte Laune) wollte ich einen gut gelaunten Dachs filzen.
Die scharfe Farbabgrenzung am Kopf war eine Herausforderung.
Die einzige Möglichkeit schien mir dafür Nadelvlies zu verwenden.
Außerdem wollte ich unbedingt schöne Nasenlöcher zum Schnüffeln haben.

Meine Prachtsternschnecke

Nachdem ich eine Anleitung von Saar Snoek für einen Nacktkiemer in der neuesten Filzfun Nr. 74 (unbezahlte Werbung) gesehen hatte, war mir eines klar:
So eine muss ich haben und zwar gaaaanz schnell. 
Die Anleitung habe ich dann ganz langsam und genüsslich befolgt.
Das heißt meine Schnecken sind nicht zum Anstecken sondern – Fingerpuppen. 
Die Anleitung war sehr ausführlich und ich habe einiges dazugelernt.
Natürlich ist es nicht bei einer Nudi geblieben. Die Artenvielfalt dieser Meeresschnecken ist einfach unglaublich und es ist sehr schwer sich zu entscheiden welche man als nächstes filzt.

Käfer – Workshop fällt aus!

…und ich hatte mich so auf die Filzbegegnung im März in Niederalteich gefreut. Eine Woche wollten sich über 80 leidenschaftliche Filzer:innen über ihre Passion austauschen. So viele hätte ich endlich auch in echt kennen lernen können.
Mein kleiner Käferworkshop im Vorprogramm war schon lange ausgebucht und ich fieberte dem Tag entgegen.
Der Vorfilz für die Käfer und Spinnen war schon vorbereitet, und hübsche neue Facettenaugen bestellt.
Und jetzt saß ich da – wieder ganz alleine. Neue Käfer wollte ich nicht machen – kann ich schon.
Aber nachdem mir Kerstin Milew Bilder ihre bezaubernden Hummeln geschickt hat (zu sehe in der Galerie), war es Zeit endlich auch geflügelte Insekten zu realisieren. Meine eigenen Versuche waren bisher nicht wirklich zufriedenstellend.
Doch jetzt wußte ich, das es geht. Meine Flügel sind nun aus zwei Lagen Nadelfilz den ich zu einem Vorfilz zusammengefilzt habe. Dann noch ein paar Sariseidefasern darüber…und ab in die Lüfte…

Letztendlich ist jede Idee eine Erweiterung bzw. Fortführung einer vorherigen Idee.

Filz liegt mir am Herzen –

Oder – Anatomiestunde am Filzherz. 
Tatsächlich muss ich gestehen, dass ich so einiges über die Funktion des Herzens und den Blutkreislauf vergessen hatte. Wem das genauso geht, dem empfehle ich ein Herz zu filzen. Danach seid ihr alle Herzspezialisten!
Ich weis jetzt sogar, dass die Herzklappe die sich in die rechte Herzkammer öffnet drei Segel hat. Die Herzklappe vom linken Vorhof in die linke Herzkammer hat nur zwei Klappensegel – die hab ich aber nicht gefilzt – war so schon kompliziert genug.
Auch habe ich gelernt, dass im Lungenkreislauf die Lungenarterien ausnahmsweise sauerstoffarmes Blut und die Lungenvenen ausnahmsweise sauerstoffreiches Blut transportieren.
Jedenfalls kann ich jetzt jedem, anhand meines Anhängers, erklären wie das mit dem kleinen und großen Blutkreislauf funktioniert.